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Es war der Skiurlaub mit den besten Bedingungen, die wir bisher vorfanden: Mehr als sechs Meter Schnee (in der Höhe, nicht in der Breite) meldete METEO; die Sonne schien jeden Tag von
einem absolut wolkenlosen Himmel bei Temperaturen weit unter dem Null- punkt. Das Ergebnis war Pulverschnee pur.
Leider fehlte ein langjähriger Teilnehmer; er sagte wegen angeblich dringender Termine kurzfristig ab. (Seltsamerweise liegen diese Termine in der Regel am Montag, dem letzten Tag des
Urlaubes). Allerdings wurde er noch nachts gegen 4 Uhr 30 in der Szene Sachsen- hausens gesichtet.
Klaus, Manfred und Micha waren bereits am Dienstag angereist; die Begrüßung durch un- sere Gastgeber, Familie Shani, sowie Simone, Maria und Barbara war wie immer ausge- sprochen
herzlich.
Am Donnerstagabend wurden die restlichen Teilnehmer mit großem Hallo begrüßt; Jürgen wäre beinahe wieder abgereist, da er auf sein gewohntes Zimmer, Nummer 1, verzichten mußte; nur mit Mühe
entging er dem Schicksal von Gerd Quaiser im Jahre 1999. Der Abend klang in fröhlicher Runde aus. Am Freitag machten sich die Skifahrer mit den Pisten am Gemsstock vertraut, während unser Fußgänger zu einer Wanderung
nach Hos- pental startete.
Der Samstagabend begann mit einer musikalischen Einlage; unser Tanzlehrer und unser Skilehrer legten CD’ s auf, die selbst Beatrix aus der Küche lockten. Das anschließende
traditionelle Tischfußballturnier wurde zum Höhepunkt des Abends; nach einer Doppelrunde setzte sich Zimmer 2 (Frieder und Rüdiger) gegen Zimmer 3 (Jür- gen und Klaus) durch; den undankbaren dritten Platz belegte
Zimmer 5 (Manfred und Micha). Ausschlaggebend war wohl die Serie von Unentschieden zwischen Zimmer 3 und Zimmer 5. Bei der Siegerehrung wurden die Urkunden überreicht, der Pokal muß noch graviert werden.
Der Abend war damit noch nicht beendet, es lockte die Gotthard-Bar; unser Whisky-Lieb- haber hatte seinen großen Auftritt; getoppt wurde er nur noch von Jürgen, der noch
einige Pinacolada draufsetzte. Für den nächsten Tag stand die Fahrt mit der Furka - Oberalp Bahn zum Oberalp-Pass auf dem Programm; David hatte uns den Tipp gegeben: er riet, den Gemsstock zu meiden, da dort
eine Border-Cross Veranstaltung über die Bühne ging. Wir planten die Abfahrt für 9 Uhr 30. Eingeweihte rechneten nach der vorangegangenen Nacht allerdings mit der Absage dieser Fahrt.
Die große Überraschung am Sonntagmorgen bot Jürgen; trotz des nächtlichen Ausfluges bis 4 Uhr 30 erwartete er die anderen bereits am Frühstückstisch. Die verbleibende Zeit war kurz, mit
letzter Kraft erreichten alle pünktlich den Bahnhof. Die Fahrt selbst durch die tief verschneite Gegend war ein Highlight; nach ca. einer halben Stunde erwartete uns ein herrliches Skigebiet, das lange Abfahrten bis
Sedrun bzw. Disentis bot. Der Vorteil: Dieses Skigebietes ist selbst am Wochenende nicht überlaufen. Bei der Rückfahrt wollten wir noch eine Runde am Nätschen drehen; wir erreichten den Nätschen um 16 Uhr 17, um 16
Uhr 15 wurde der Skilift geschlossen. Bei der Abfahrt nach Andermatt versuchte sich ein Teilnehmer als Asphalt-Cowboy; der Erfolg war im wahr- sten Sinne desWortes niederschmetternd. Wie gewohnt klang der
Nachmittag bei Sonnen- schein am Klotzeck aus.
Der letzte Tag fand uns wie gewohnt am Gemsstock; Sonnenpiste und Russi-Run waren die bevorzugten Abfahrten. Gegen 16 Uhr wurden wir von unseren Gastgebern herzlich verabschiedet; als
Geschenk erhielten alle eine Flasche Wein (Muskat).
An dieser Stelle muß noch das herausragende sportliche Engagement betont werden; im Gegensatz zu früheren Fahrten hatte Skifahren Priorität. Sogar unser selbsternannter Ski- lehrer war
täglich auf Skiern unterwegs. Klaus beschäftigte einen einheimischen Skilehrer, während Micha als Autodidakt große Fortschritte erzielte. Er bewältigte zum Schluß selbst den Russi-Run in ansprechender Haltung.
Zum Abschluß noch ein heiteres Erlebnis, den gespielten Witz:
Zu fortgeschrittener Stunde nach so mancher Runde des bekannten Würfelspiels ‘Chicago’ ging es ans Bezahlen. Ein sonst sehr standfester Teilnehmer erhielt seine Rechnung über
59 Franken, tastete schlaftrunken nach dem Würfelbecher und
fragte:
mit oder ohne die Eins ?
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