2003: Kaiserwetter in Andermatt

Es war der Skiurlaub mit den besten Bedingungen, die wir bisher vorfanden: Mehr als
sechs Meter Schnee (in der Höhe, nicht in der Breite) meldete METEO; die Sonne schien
jeden Tag von einem absolut wolkenlosen Himmel bei Temperaturen weit unter dem Null-
punkt. Das Ergebnis war Pulverschnee pur.

Leider fehlte ein langjähriger Teilnehmer; er sagte wegen angeblich dringender Termine
kurzfristig ab. (Seltsamerweise liegen diese Termine in der Regel am Montag, dem letzten
Tag des Urlaubes). Allerdings wurde er noch nachts gegen 4 Uhr 30 in der Szene Sachsen-
hausens gesichtet.

Klaus, Manfred und Micha waren bereits am Dienstag angereist; die Begrüßung durch un-
sere Gastgeber, Familie Shani, sowie Simone, Maria und Barbara war wie immer ausge-
sprochen herzlich.

Am Donnerstagabend wurden die restlichen Teilnehmer mit großem Hallo begrüßt; Jürgen wäre beinahe wieder abgereist, da er auf sein gewohntes Zimmer, Nummer 1, verzichten
mußte; nur mit Mühe entging er dem Schicksal von Gerd Quaiser im Jahre 1999.
Der Abend klang in fröhlicher Runde aus. Am Freitag machten sich die Skifahrer mit den
Pisten am Gemsstock vertraut, während unser Fußgänger zu einer Wanderung nach Hos-
pental startete.

Der Samstagabend begann mit einer musikalischen Einlage; unser Tanzlehrer und unser
Skilehrer legten CD’ s auf, die selbst Beatrix aus der Küche lockten.
Das anschließende traditionelle Tischfußballturnier wurde zum Höhepunkt des Abends;
nach einer Doppelrunde setzte sich Zimmer 2 (Frieder und Rüdiger) gegen Zimmer 3 (Jür-
gen und Klaus) durch; den undankbaren dritten Platz belegte Zimmer 5 (Manfred und
Micha). Ausschlaggebend war wohl die Serie von Unentschieden zwischen Zimmer 3 und
Zimmer 5. Bei der Siegerehrung wurden die Urkunden überreicht, der Pokal muß noch
graviert werden.

Der Abend war damit noch nicht beendet, es lockte die Gotthard-Bar; unser Whisky-Lieb-
haber hatte seinen großen Auftritt; getoppt wurde er nur noch von Jürgen, der noch einige
Pinacolada draufsetzte. Für den nächsten Tag stand die Fahrt mit der Furka - Oberalp Bahn
zum Oberalp-Pass  auf dem Programm; David hatte uns den Tipp gegeben: er riet, den
Gemsstock zu meiden, da dort eine Border-Cross Veranstaltung über die Bühne ging. Wir
planten die Abfahrt für 9 Uhr 30. Eingeweihte rechneten nach der vorangegangenen Nacht
allerdings mit der Absage dieser Fahrt.

Die große Überraschung am Sonntagmorgen bot Jürgen; trotz des nächtlichen Ausfluges
bis 4 Uhr 30 erwartete er die anderen bereits am Frühstückstisch. Die verbleibende Zeit
war kurz, mit letzter Kraft erreichten alle pünktlich den Bahnhof. Die Fahrt selbst durch
die tief verschneite Gegend war ein Highlight; nach ca. einer halben Stunde erwartete uns
ein herrliches Skigebiet, das lange Abfahrten bis Sedrun bzw. Disentis bot. Der Vorteil:
Dieses Skigebietes ist selbst am Wochenende nicht überlaufen.
Bei der Rückfahrt wollten wir noch eine Runde am Nätschen drehen; wir erreichten den
Nätschen um 16 Uhr 17, um 16 Uhr 15 wurde der Skilift geschlossen. Bei der Abfahrt nach
Andermatt versuchte sich ein Teilnehmer als Asphalt-Cowboy; der Erfolg war  im wahr-
sten Sinne desWortes niederschmetternd. Wie gewohnt klang der Nachmittag bei Sonnen-
schein am Klotzeck aus.

Der letzte Tag fand uns wie gewohnt am Gemsstock; Sonnenpiste und Russi-Run waren
die bevorzugten Abfahrten. Gegen 16 Uhr wurden wir von unseren Gastgebern herzlich
verabschiedet; als Geschenk erhielten alle eine Flasche Wein (Muskat).

An dieser Stelle muß noch das herausragende sportliche Engagement betont werden; im
Gegensatz zu früheren Fahrten hatte Skifahren Priorität. Sogar unser selbsternannter Ski-
lehrer war täglich auf Skiern unterwegs. Klaus beschäftigte einen einheimischen Skilehrer,
während Micha als Autodidakt große Fortschritte erzielte. Er bewältigte zum Schluß selbst
den Russi-Run in ansprechender Haltung.

Zum Abschluß noch ein heiteres Erlebnis, den gespielten Witz:

Zu fortgeschrittener Stunde nach so mancher Runde des bekannten Würfelspiels ‘Chicago’
ging es ans Bezahlen. Ein sonst sehr standfester Teilnehmer erhielt seine Rechnung über
59 Franken, tastete schlaftrunken nach dem Würfelbecher und fragte:

                                          mit oder ohne die Eins
?

Fotos